06.06.2017: Fersensporn: Entlastung gegen den stechenden Schmerz

Ein Fersensporn ist ein dornartiger Knochenauswuchs unter der Hacke. Der auch plantarer Fersensporn genannte Knochenwuchs tritt an der Unterseite des Fersenbeins auf und zeigt in Richtung Zehen. Er kommt bei rund zehn Prozent der Bevölkerung vor. Das Risiko, einen Fersensporn zu entwickeln, steigt mit zunehmendem Alter und tritt am häufigsten zwischen dem 40. Und 60. Lebensjahr auf. Als Konsequenz leiden Betroffene unter starken Schmerzen, die eine erhebliche Minderung der Lebensqualität zur Folge haben. Einfaches Laufen und Stehen kann zur Tortur werden, liebgewonnene Freizeitbeschäftigungen wie Sport, Wandern, Shopping und Co werden aufgegeben. Doch das muss nicht sein.
Fußfehlstellung, schlecht gedämpfte Schuhe, Übergewicht oder eine dauerhafte Überbeanspruchung beispielsweise durch Joggen, Wandern oder Treppensteigen können zu einer Reizung des Sehnenstrangs unter dem Fuß führen. Der Körper reagiert mit Kalkeinlagerungen, es bildet sich ein dornartiger Sporn. Dies kann eine sehr schmerzhafte Entzündung hervorrufen, die das Gehen stark einschränkt und in manchen Fällen sogar fast unmöglich macht. Von der Entzündung betroffen ist der bindegewebsartiger Sehnenstrang, der breitflächig an der Fußsohle von der Ferse bis zu den Zehen verläuft. Hier können winzige Verletzungen entstehen, die der Körper durch die Bildung von Verknöcherungen zu reparieren versucht. Das führt wiederum zu weiteren Reizungen und Entzündungen, die das Leiden verschlimmern. Ungeeignetes Schuhwerk oder minderwertige Einlagen können die Bildung des Fersensporns zusätzlich fördern oder vorhandene Schmerzen verstärken.
Anders als dieser untere Fersensporn ist bei dem so genannten oberen oder dorsalen Fersensporn eine schmerzhafte knöcherne Auswachsung am Fersenbeinansatz der Achillessehne gegeben. Die auch Haglund-Exostose genannte Knochenerhebung ist in den meisten Fällen angeboren und tritt am seitlichen Rand des Fersenbeins am Ansatz der Achillessehne auf. Beide Formen des Fersensporns führen nicht zwingend zu Beschwerden, können aber ebenso ein tägliches Leiden sein.
Stechende Schmerzen und Druckempfindlichkeit
In vielen Fällen besteht der Fersensporn über eine sehr lange Zeit, ohne wesentliche Schmerzen zu verursachen. Er bleibt daher zunächst unbemerkt. Erst wenn sich der Sehnenstrang, die so genannte Plantarfaszie durch eine Überbelastung entzündet, entstehen stechende Schmerzen beim Auftreten, die vor allem am Morgen und bei den ersten Schritten nach einer Ruhephase verstärkt auftreten. In diesem akuten Zustand ist ein normales Abrollen beim Gehen aufgrund der Schmerzen kaum noch möglich. Auch das einfache Stehen kann zur Qual werden.
Die Symptome eines Fersensporns sind zudem die Unregelmäßigkeit der Schmerzen, die sowohl unter Belastung des Fußes, also auch im Ruhezustand auftreten. Ebenso ist eine erhöhte Druckempfindlichkeit typisch. Der Schmerz lässt sich also durch Drücken auf die entsprechende Stelle auslösen. Der Fersensporn kann auch mit Schwellungen und Rötungen einhergehen. Da die Schmerzen chronisch werden können, ist unbedingt eine Therapie des Fersensporn angeraten. Diese kann aber schon in Form kleiner Veränderungen bestehen, die große Effekte haben!
Schon einfache Mittel können helfen
Bei starken und anhaltenden Schmerzen ist ein Arzt aufzusuchen. Mögliche Therapien bei einem Fersensporn sind sehr unterschiedlich, doch kann in vielen Fällen schon mit einfachen Mitteln ein nachhaltiger Erfolg erzielt werden. Simple Maßnahmen wie ein geeignetes Schuhwerk, Schuheinlagen oder Dehnübungen bzw. eine Physiotherapie können bereits die alles entscheidenden Fortschritte bringen. Bei stärkeren oder anhaltenden Beschwerden gibt es weitere Möglichkeiten, wie eine Stoßwellentherapie, Bestrahlungen oder lokale Injektionen entzündungshemmender Stoffe. Die gute Nachricht: Eine Operation ist nur ausgesprochen selten notwendig. Geeignetes Schuhwerk und entsprechende Einlagen bringen in den meisten Fällen bereits erstaunliche Erfolge.
So kommen Sie wieder auf die Beine und können Ihre Füße entlasten
Das eigentlich allgemein als gut angesehene Barfußlaufen ist für Menschen mit einem Fersensporn oft eine Qual und hilft zumeist nicht weiter. Vermeiden Sie dies also und schaffen Sie immer eine Entlastung durch Schuhwerk mit einer guten Dämpfung. Dies betrifft also insbesondere auch den Bereich der Hausschuhe. Hier finden Sie eine Zusammenstellung an Hausschuhen, die auch im Fersenbereich die Auftrittsstöße abfedern und Ihnen ein schmerzfreies Gehen ermöglichen.
Mit einem Fersensporn gilt grundsätzlich als oberstes Gebot: Vermeiden Sie harte Auftrittsstöße und achten Sie auf wirklich gut passende, bequeme Schuhe. Wenn die Polsterung Ihrer Schuhe und Hausschuhe nicht ausreicht, achten Sie bereits beim Kauf darauf, dass das Schuhwerk so aufgebaut ist, dass Sie es mit gesonderten Einlagen oder Fersenpolstern aufzuwerten können. Das heißt, dass entweder ausreichend Platz für eine Zusatzpolsterung vorhanden sein muss oder der Schuh im besten Fall mit einem auswechselbaren Fußbett ausgestattet ist, das gegen Spezialeinlagen getauscht werden kann. Schock-Absorber, Polsterung und Wechselfußbett sind die Schlagworte, auf die zu achten ist.
Tipps und Tricks:
Bei akuten Schmerzen gilt: Belasten Sie die Füße nicht und lagern Sie diese hoch, um Entspannung und Entlastung zu finden. Fußbäder helfen hier ebenfalls. Vor Aktivitäten, insbesondere Sport, Wanderungen, Jogging usw. ist ein Aufwärmen der Beine und auch der Füße durch sanfte Dehnübungen unerlässlich.
Bei auftretenden Schmerzen sollte der Sport unbedingt abgebrochen werden. Zudem sollte ein Training moderat sein, bis eine Leistungssteigerung erfolgt. So vermeiden Sie Ermüdungsbrüche und weitere Folgen. Gleiches gilt bei vorhandenen Fehlstellungen, die einen Fersensporn auslösen können und deshalb behandelt werden sollten.
Sofern es Ihnen beruflich und privat möglich ist, sollten Sie mehrstündiges Stehen vermeiden. Wann immer es geht, sollten Sie aber auch im Alltag möglichst häufig zwischen Sitzen, Stehen und Gehen wechseln.
Zu enge Schuhe sollten unbedingt aus Ihrem Schuhschrank verbannt werden, auch wenn sie noch so schön sind.
Wenn Sie unter Übergewicht leiden, können Sie durch eine Gewichtsreduktion auch Ihre Füße von einer zu großen Last befreien, die einen Fersensporn und andere Fußprobleme begünstigt. Jedes überflüssige Kilo, das Sie zum Schmelzen bringen, entlastet auch Ihre Füße. Auch hier kann Ihnen ein Mediziner zur Seite stehen.
Eines aber ist in jedem Fall sicher: Gegen die Schmerzen durch einen Fersensporn kann etwas getan werden. Also leiden Sie nicht länger, sondern holen Sie sich wieder die Lebensqualität zurück!
Sie sind unsicher, welche Schuhe oder Hausschuhe die Richtigen für Sie sind? Dann nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf. Unser Serviceteam berät Sie gerne. Und denken Sie daran: Uns ist es wichtig, dass Sie wieder entspannt laufen. Deshalb können Sie Ihre Hausschuhe und Schuhe mit dem der Lieferung beiliegenden Retourenschein kostenlos an uns zurücksenden, wenn Sie nicht zufrieden sind!