17.10.2016: Die richtige Schuhwahl beim Hohlfuß

Der so genannte Hohlfuß ist eine angeborene oder erworbene Fehlstellung des Fußes, die den Betroffenen oft große Schmerzen bereitet. Das Fußlängsgewölbe ist bei einem Hohlfuß stark ausgeprägt und der Fuß selbst dadurch deutlich verkürzt, was vor allem unter Belastung zu erheblichen Beschwerden führen kann.
Anders als viele Fußfehlstellungen, ist der Hohlfuß oft vererbt und angeboren. Doch können auch Nervenschädigungen der Fußmuskulatur, also neurologische Erkrankungen zu einer solchen Deformationen führen, die sich durch eine deutlich veränderte Stellung der Fußwurzelknochen zueinander äußert. Wie auf dem Bild erkennbar, zeigt sich der Fuß mit einem hohen Rist und einem hohen Längsgewölbe. Häufig kippt auch die Ferse zum Fußaußenrand hin ab. In Extremfällen ist der gesamte Mittelfußbereich verdreht.
Druckstellen und Folgeprobleme
Angesichts der unterschiedlich starken Ausprägungen reicht auch das Feld der Beschwerden von Druckstellen an der höchsten Stelle des Spanns, über Hühneraugen und Schwielen, bis hin zu erheblichen Schmerzen an der Fußsohle. Betroffen sind dabei vor allem die zumeist stark gekrümmten und versteiften Zehen und der überdurchschnittlich belastete Ballen.
Die Fehlstellung ist nicht nur an den Schmerzen abzulesen, sondern auch am Schuhwerk erkennbar, denn hier verschleißen der Ballenbereich und der äußeren Rand besonders schnell. Dies resultiert dadurch, dass Hohlfuß-Patienten häufig einen besonders unelastischen Fuß haben und verstärkt über den Außenrand des Fußes abrollen. Die Schuhe bilden dabei nur deutlich erkennbar ab, was dabei auch mit dem Fuß selbst passiert: Durch diese veränderte Abrolltechnik werden vor allem auch die Außenbänder und die Sehnen übermäßig stark beansprucht. Mit dem richtigen Schuhwerk kann hier zumindest Linderung erreicht werden.

Einlagentauglichkeit prüfen
Abhilfe schaffen hier - je nach Ausprägung und vorhandener Flexibilität des Fußes - vor allem Einlagen, die das Fußgewölbe stützen und für eine Entlastung sorgen. Bei einem Hohlfuß werden Einlagen gewählt, die den Fuß durch eine Erhöhung des Fußaußenrandes aus der Fehlstellung herauskippen. Für die Schuh- und auch Hausschuhwahl ist deshalb besonders darauf zu achten, dass sich das Schuhwerk für den Einsatz von Einlagen eignet. Zudem sollte dieses auch für den hohen Spann ausreichend Platz bieten.
Die Stabilität sicherstellen
Da das Gehen an sich durch einen Hohlfuß mit stärkerer Ausprägung erschwert und der Gang damit unsicher werden kann, kommt es bei den betroffenen Personen häufiger zu unangenehmem Umknicken. Auch Stürze und die daraus resultierenden Folgeverletzungen kommen häufiger vor als bei Personen mit gesunden Füßen.
Wer unter einem Hohlfuß leidet, sollte deshalb ebenso darauf achten, möglichst hochgeschlossenen Schuhwerk zu tragen, das die Füße stabilisiert. Ein hoher Schaft aus einem nicht zu weichen Material ist daher angezeigt. Dies gilt selbstverständlich auch für Hausschuhe.
Um Ihnen die Suche zu erleichtern, haben wir Ihnen eine Auswahl Hausschuhe für Damen mit schwierigen Füßen, sowie eine Kollektion Hausschuhe für Herren mit problematischen Füßen zusammengestellt, die je nach Stärke des Hohlfußes geeignet sind und das Tragen von eigenen Einlagen ermöglichen.